Willkommen zu Folge 207! Heute verbinden wir das Gestern mit dem Morgen und die alte Whisky-Welt mit der neuen. Es wird fast schon philosophisch – zumindest so lange, bis wir darüber debattieren, ob man für Whisky aus Elefantendung wirklich auf eine Safari nach Namibia gehen sollte. Wir bleiben lieber bei Dingen, die einfacher zu finden sind: Es ist die große Mitbringsel-Folge, und wir haben zwei ganz besondere Flaschen aus Japan auf dem Tisch.
Unser erster Kandidat ist der Hinomaru Whisky 2025 Edition (Four Cask) von der Kiuchi Brewing and Distilling. Ein japanischer Single Malt, dessen farbliche Einordnung uns direkt in eine hochkomplexe landwirtschaftliche Debatte stürzt: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Heu und Stroh? Im Glas sorgt der Mix aus Bourbon-, Sherry-, Wein- und Rumfässern dann für weitere Verwirrung. Während Christian den Rum sucht, schmeckt Hendrik plötzlich Eisen. Ein milder Einstieg, der das japanische Geschmacksprofil definitiv erweitert.
Nachdem wir unsere Gaumen fachmännisch mit rechtsrheinischem Kölner Leitungswasser (dem wahren Jungbrunnen) neutralisiert haben, kommen wir zu Silvis Geburtstagsgeschenk: Ein GlenAllachie 12 Jahre in Fassstärke, den Christian direkt aus Osaka mitgebracht hat. Die Farbe? Tiefes Mahagoni – oder, wie Silvi es liebevoll nennt: wie ein Stiefel, den man frisch aus dem Rhein geangelt hat. Diese wuchtige Sherry-Bombe entfacht eine wilde Diskussion über dunkle Schokolade, schokolierte Kaffeebohnen und die romantische Idee, seinem Whisky-Glas für den Abend am Kamin einen kleinen Pullover zu stricken.
Schnappt euch ein Glas, trennt das Heu vom Stroh und genießt die Folge!
Heute im Glas
- Hinomaru Whisky 2025 Edition (Four Cask)
- GlenAllachie 12 Jahre Cask Strength (Oloroso & Pedro Ximénez Finish)
Hinomaru Whisky 2025 Edition (Four Cask)
- Hell fruchtig
- honigsüßes Malz
- Ein Hauch Zitruszeste
- Vanillecreme
- Feine florale Noten
- Weich und ausgewogen
- Birnenkompott
- goldene Rosinen
- karamellisierte Nüsse
- getrocknete Aprikosen
- leichtes Toffee
- Mittellang
- Sanfte Eiche
- anhaltender Fruchtsüßton
GlenAllachie 12 Jahre Cask Strength (Oloroso & Pedro Ximénez Finish)
- Dunkle Trockenfrüchten wie Feigen, Datteln und Rosinen
- Tiefe Oloroso‑Nussigkeit
- Süße von Melasse und Backpflaumen
- Noten von dunkler Schokolade,
- Ein Hauch Espresso
- Vollmundig und üppig
- Sticky Toffee Pudding
- schwarze Kirschen
- reichhaltiger Kakao
- saftige Rosinen
- Tabakblatt
- Lang
- Anhaltende dunkle Früchte
- Sherryfülle
- bittersüße Schokolade