Folge 224 – Amahanyan – Nyan, Nyan, Kampai!

Christian war in Japan unterwegs und hat es tatsächlich noch in die Nagahama Distillery geschafft. Dort blieb es natürlich nicht beim Anschauen: Im angeschlossenen Tasting- und Verkaufsbereich standen einige Abfüllungen, die man nicht einfach im nächsten Whiskyshop findet. Und weil im Koffer ohnehin schon Platzmangel herrschte, fiel die Wahl auf zwei kleine Special Editions, die optisch kaum zu übersehen waren.

Auf den Verpackungen sitzt nämlich Hiko-nyan, das Maskottchen der Stadt Hikone: eine Katze mit Samurai-Helm. Aus Amahagan wird für diese Editionen kurzerhand Amahanyan – „nyan“ ist im Japanischen ungefähr das, was bei uns „miau“ wäre. Ganz nebenbei lernen wir deshalb mehr über japanische Katzenlaute, Samurai-Rüstungen und die Legende hinter Hiko-nyan, als wir zu Beginn der Folge vermutlich selbst erwartet hätten.

Und natürlich besitzt so ein Maskottchen nicht einfach nur einen Helm. Hiko-nyan hat einen offiziellen Geburtstag, einen Gegenspieler und inzwischen sogar ein eigenes Nintendo-Switch-Spiel. Die beiden Whisky-Abfüllungen entstanden passend zum 20. Geburtstag der Figur – was auch erklärt, warum Christian Anfang Mai offenbar genau zum richtigen Zeitpunkt in der Destillerie aufgetaucht ist.

Im Glas landen zwei Amahanyan World Blends mit jeweils 47 Prozent: eine Variante mit Sherry- und Sakura-Cask sowie eine mit Sakura-Cask. Und spätestens da bekommt Hendrik seinen Auftritt. Denn Sakura ist nicht nur hübsche Kirschblüte fürs Japan-Foto, sondern in diesem Fall tatsächlich Teil der Fassgeschichte. Kirschholz wird bei Whisky deutlich seltener eingesetzt als Eiche und ist für uns damit Neuland. Also geht es kurz in die Botanik, dann ins Fass und schließlich zu der Frage, warum solche Hölzer in Japan überhaupt genutzt werden können, während die Regeln in Schottland wesentlich enger gesteckt sind.

Nebenbei klären wir, warum Sakura-Fässer bislang eher bei Sonderabfüllungen auftauchen, weshalb wir irgendwann schon einmal über Kastanienholz hätten sprechen können und wie es passieren konnte, dass ausgerechnet eine Diskussion über japanisches Whiskyholz wieder bei Dinkel-Whisky und uralten Grab-the-Glass-Folgen landet. Normaler Verlauf also.

Zwei kleine Flaschen aus Japan, eine Samurai-Katze, Sakura-Holz, Sherryfässer, QR-Codes mit unterschiedlichen Hiko-nyan-Posen und die Erkenntnis, dass Whiskyverpackungen offenbar noch deutlich niedlicher werden können, als wir dachten.

Amahanyan – Nyan, Nyan, Kampai!

Grab the glass!

Heute miaut der Whisky

  • Amahanyan Sherry & Sakura Cask Blend
  • Amahanyan Sakura Cask Blend
Whisky-Flasche

Amahanyan Sherry & Sakura Cask Blend

Aroma
  • intensive Süße
  • rote Früchte
  • Sherry
  • Zuckerwatte
  • Pflaume
  • dunkle Früchte
  • leichte Würze
Geschmack
  • karamellisierte Früchte
  • Schokolade
  • süße Gewürze
  • Pflaume
  • Datteln
  • getrocknete Feigen
  • weiches Holz
Abgang
  • lang
  • süß
  • warm
  • Schokolade
  • dunkle Früchte
  • sanfte Holzwürze
Whisky-Flasche

Amahanyan Sakura Cask Blend

Aroma
  • frische Früchte
  • florale Noten
  • helle Süße
  • Kirschblüte
  • dezente Holzwürze
  • leichte Zitrusnoten
Geschmack
  • Bonbon
  • helle Früchte
  • cremige Süße
  • Sakura-Holz
  • leichte Würze
  • mildes Holz
Abgang
  • mittellang
  • süß
  • leicht herb
  • florale Noten
  • dezente Holzwürze
  • helle Früchte

Avatar-Foto
Grab The Glass

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