Abhainn bis Vulin: Whisky-Namen und ihre Bedeutung
Man stolpert in ein Whisky-Fachgeschäft und hat die Qual der Wahl, einen tollen Tropfen zu ergattern und zu probieren. Aber was verbirgt sich hinter den schottischen Namen? Handelt es sich dabei nur um gewieftes Marketing oder steckt tatsächlich mehr dahinter? In unserem Beitrag erfahrt ihr mehr über die Herkunft gängiger Produktbezeichnungen – von A bis Z. Das sind sie: Whisky-Namen und ihre Bedeutung.

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A

Abhainn

Abhainn lässt sich mit Bach oder Fluss übersetzen. Der gälische Wortbestandteil “Abhainn” ist zum Beispiel in Bunnahabhain zu finden – einer Whisky-Destillerie auf der schottischen Insel Islay.

Ard

Im Whisky-Kontext handelt es sich nicht um die „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ (ARD), sondern der Begriff “Ard” bezieht sich auf eine Anhöhe oder einen Felsvorsprung. Bekannte Destillerien mit “Ard” in ihrem Namen sind Ardbeg oder Ardmore.

B

Ben

Ben kommt aus dem Gälischen und kann direkt mit Berg oder Gebirge übersetzt werden. Bekannte Whisky-Destillerien mit “Ben” im Namen sind zum Beispiel Ben Nevis, Benriach, Benrinnes oder Benromach.

C

Craig

Felsen oder Gestein bedeutet das gälische Wort “Craig”. Whisky-Destillerien wie Cragganmore oder Craigellachie verwenden nutzen das Wort in ihrem Namen.

D

Dal

In der Übersetzung bedeutet das gälische Wort “Dal” so viel wie Wiese oder Aue. Destillerien wie Dalmore oder Dalwhinnie liegen also vermutlich in der Nähe von landwirtschaftlich genutzten fruchtbaren Flächen.

G

Glen

Übersetzt aus dem Gälischen bedeutet “Glen” so viel wie Tal oder Niederung. Bekannte Brennereien wie Glenfiddich, Glenfarclas sind hierzu zu nennen. Es ist kein Zufall, dass viele Destillerien in Tälern liegen, denn für die Herstellung von Whisky wird Wasser benötigt

L

Loch

„Loch“ kommt ebenfalls aus dem Gälischen und bedeutet so viel wie See (zum Beispiel der bekannte Loch Ness). Ein berühmtes Beispiel einer Destillerie wäre Loch Lomond, die mit großer Produktion zu den Namensträgern gehört.

M

More

“More” kommt ebenfalls aus dem Gälischen und wird mit groß oder hoch übersetzt und wirkt somit praktisch als Adjektiv im Namen der Brennerei. Gute Beispiele für die Verwendung von “More” bei Whisky-Marken sind Ardmore, Dalmore oder Glenmorangie.

Achtung: Im Englischen bedeutet “more” allerdings mehr und hat in der Regel nichts mit der schottischen Namensgebung bekannter Whiskyhersteller am Hut.

V

Vulin

“Vulin” [gälisch] übersetzt, bedeutet so viel wie Mühle. Bekannte Destillerien hiermit im Namen sind Lagavulin und Tamnavulin.

Wenn ihr also beim nächsten Mal einkauft, wisst ihr was es mit den Whisky-Namen und ihre Bedeutung auf sich hat und vielleicht wird euer nächster Genießerabend ein Hügel-Whiskey-Abend!!!

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